Der Reformierte Frauenverein Allschwil - Schönenbuch besichtigt das MUSIKAUTOMATEN-MUSEUM

1 P1010274_Seewen_musikautomatenmuseum_2Am 3. August fuhren wir nach Seewen. Im Foyer des Museums wurden wir von Frau K. Gäumann begrüsst und anschliessend durch die Säle geführt. Eine sehr kompetente und engagierte Dame. Im Techniksaal erklärte sie uns die Abspielvarianten der Drehorgeln/ Musik- dosen. Seit dem frühen 18. Jh. gibt es Drehorgeln mit mechanisch pneuma-tischem Antrieb mit gelochten Papierwalzen, auf denen die Melodien gespeichert sind. 

1796 wurde die Stiftwalze aus Metall erfunden, über welche Lamellen streichen beim Drehen, 1880 die runde Blechplatte. Unsere Führerin zeigte uns ein Orchestrion, 1925 in Leipzig erbaut, mit Papierwalze, da erklingt ein ganzes Orchester.

Im Salon Bleu stehen wunderschöne, grosse Musikdosen. Sogar ein Steinway-Flügel ist ausgestellt, der normal bespielbar ist oder das Musikwerk eingeschaltet werden kann. Viele dieser prächtigen Musikdosen stammen aus der Romandie.

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Saal 3 ist den Orchestrions gewidmet. Das Orchestrion der Gebrüder Decap aus Antwerpen hat eine Endlos-Papierwalze mit 15 Melodien, Spieldauer ca. 1 Std. Diese Musikautomaten standen oft in Tanzsälen und ersetzten das Live-Orchester.

Und dann der Höhepunkt im 4. Saal: die Welte-Orgel aus Freiburg im Breisgau, auch bekannt als Britannic-Orgel. Diese wurde 1914 für das Schwesterschiff der Titanic erbaut. Die Britannic sank 1916 in der Ägäis vor der griechischen Insel Kea. Da die Britannic im 1. Weltkrieg als Spitalschiff eingesetzt wurde, war die Orgel nicht an Bord. So ist uns diese Prachtsorgel erhalten geblieben und gehört zur Sammlung von Herrn Dr.h.c. Heinrich Weiss.

Zum Ausklang sassen wir noch im Café zusammen. Wir durften einen tollen Nachmittag verbringen, alle Teilnehmenden schienen rundum zufrieden.


Hedy Losenicky