Bild rom on de saentis1Die Appenzeller-Streichmusik «rond om de Säntis» mit Werner Alder (Hackbrett), Maja Stieger (Geige) und Peter Looser (Bass) war am 24. November 2017 beim reformierten Frauenverein Allschwil-Schönenbuch zu Gast. Etwa 150 Interessierte kamen ins Calvinhaus um etwas über die Kunst des Hackbrettbaus zu hören und sich anschliessend an den schönen Melodien zu erfreuen. Leider hatte dieser Abend so seine Tücken, denn die Musiker aus Herisau steckten immer wieder auf der Autobahn im Stau und konnten nicht pünktlich in Allschwil eintreffen. Die Nervosität bei uns Organisatorinnen stieg. Kurzer Hand entschlossen wir uns, den Abend mit dem angebotenen Pausenapéro zu beginnen, was auf grosses Verständnis bei unsern Gästen stiess. Das war mal was Neues, die Pause vor Beginn der Vorstellung.

Ziemlich gestresst trafen die Musiker ein und nach kurzer Erholungszeit standen sie aber auf der Bühne.
Werner Alder, in 4. Generation der Alder-Familie, erzählte, wie er zum Hackbrettbau kam. Wie viele Arbeitsstunden es braucht , ein Instrument zu bauen und dass dieses Musikinstrument eine sehr alte Tradition hat und von China über Europa bis nach Nordamerika verbreitet ist. Anschliessend hörten wir auch etwas über Appenzeller Bräuche und Trachten. Maja Stieger trug eine sehr schöne Innerrhoder Sonntagstracht und zeigte uns Bilder der Frauen- und Männertrachten in den beiden Appenzeller Halbkantonen.

Dann begann der sehnsüchtig erwartete Teil mit Musik und Gesang. Das Trio mit Hackbrett, Geige und Bass erfreute uns mit wunderschönen Melodien und Jodeln. Der Toggenburger Naturjodel von Peter Looser jagte einem Gänsehaut über den Rücken. Auch das Talerschwingen mit Jodeln begeisterte die Zuhörer. Zur Auflockerung erzählte Werner Alder in seinem urchigen Dialekt hin und wieder eine Witz, was viel Gelächter auslöste.

Der langanhaltende Applaus zeigte, dass alle Anwesenden sehr zufrieden waren mit diesem Appenzellerabend,

Hedy Losenicky